Denn wohl fühle ich mich tatsächlich in dieser fantastischen Stadt voller Gegensätze, wo ich früh morgens beim Joggen vor der Arbeit den Hartz IV-Ein-Euro-Jobbern in ihren blauen Arbeitshosen im Park begegne, wie sie, das erste (oder zweite) Bier in der Hand, halbherzig den Müll aus dem Gebüsch entfernen ... und später im Auswärtigen Amt sehe ich Staatsgäste aus gepanzerten Luxusschlitten aussteigen oder Abgeordnete im Café Einstein den ersten Espresso genießen, das Sonnenlicht sich in der Sonnenbrille spiegelnd. Das macht nachdenklich, jeden Tag, mich zumindest.
Die letzten Wochen ...
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Mein Praktikum gewinnt, nach einem etwas zähen Beginn, zunehmend an Fahrt. In der Stabstelle der "Koordinatorin für Internationale Personalpolitik" geht es darum, den deutschen Personalanteil in Internationalen Organisationen wie UNO, EU, NATO etc. zu erhöhen, um dort politisch stärker Einfluss nehmen zu können. Das ist spannend, da die Stabstelle eng mit anderen Ressorts der Bundesregierung zusammenarbeitet und ich nicht nur das Arbeitsleben im AA kennenlerne, sondern thematisch auch viel über die verschiedenen IOs erfahre. Außerdem sind die Kollegen aufgeschlossen und umgänglich, das Arbeitsklima super. Bin gespannt, was die nächsten Wochen noch mit sich bringen.
Aufgelockert wird der Arbeitsalltag durch das Hospitanten-Begleitprogramm. Gemeinsam besuchen wir verschiedene Botschaften und Ministerien, Stiftungen oder auch die Vertretung der EU in Berlin. In den "Kamingesprächen" berichten uns verschiedene Mitarbeiter des AA über die Arbeit ihrer jeweiligen Referate und erzählen uns ihren persönlichen Karriereweg im Höheren Dienst. Letzte Woche haben wir beispielsweise den Al Gore Film "An Inconvenient Truth" angeschaut und anschließend mit dem Referatsleiter Umwelt über Klimawandel und Umweltpolitik diskutiert. Schließlich organisiert das RTT (Round Table Team), dem ich seit letzter Woche angehöre, Stammtische und andere Aktionen, wie z.B. ein BBQ heute Nachmittag. Ist schon toll, was ich so alles zu sehen und hören bekomme.

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Etwas zum Nachdenken bietet die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhause für alle DDR-Nostalgiker. Praktisch unverändert befindet sich hier das ehemals größte Stasi-Untersuchungsgefängnis. Von ehemaligen Häftlingen oder in der DDR-Forschung Beschäftigten erfuhr ich in einer beklemmenden Führung, was sich hier abgespielt hat.
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Meine gestrige Tour durch ein sonnendurchflutetes Berlin: Checkpoint Charlie, Topographie des Terrors, anschließend gemütliches Chillen auf der Wiese am Potsdamer Platz.
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Mit Freddy in und um Oranienburger Straße: Graffiti und Künstlerprojekte in ehemals besetzten Häuserblocks, der Hamburger Bahnhof mit Werken von Warhol und anderen, die Fassaden der Hackeschen Höfe. Später eine Falafel zum Abendessen. Ein schönes Wiedersehen nach all den Jahren.
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Mit Nick und Sabrina am Holocaust-Denkmal.
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Und sonst ... Autoträume in Mitte, wolkenverhangener Park Sanssouci in Potsdam, der Tod eines 1kg-Lindt-Osterhasen (ich war nicht allein), Rathaus, Sony Center bei Nacht, Madonna ...
Mehr Fotos gibt's im Webalbum. Die Sonne scheint, auch wenn es (noch) nicht so heiß wird wie im Süden. Darum schwärme ich aus in den Park, zum gemeinsamen BBQ, ehe wir in einer Bar oder sonstwo die französischen Wahlen verfolgen werden.
Lasst es Euch gutgehen.
Christoph
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