March 27, 2007

Europafest

Europafest


Erstes Lebenszeichen aus Berlin. Eine Woche bin ich nunmehr hier in meiner neuen 2er-WG in Prenzlauer Berg. Erster Eindruck ist super und mir geht's richtig gut. Die Wohnung ist sehr groß und hell, mit hohen Decken und knirschenden Holzdielen. Wie man sich Altbau vorstellt, jedenfalls hab ich's mir immer so vorgestellt. Sabrina, meine schweizer Mitbewohnerin, und ich kommen super miteinander klar und wechseln munter von Deutsch auf Französisch und zurück. Sie kämpft noch ein bisschen mit der Sprache und mir kommt es gelegen, weiter regelmäßig Französisch sprechen zu können.

Prenzlauer Berg wird mir gefallen. In den letzten Tagen bin ich ein wenig durch das Viertel spaziert und habe dabei die eine oder andere Straße gefunden, in der sich ein kleines Geschäft ans nächste reiht, ein Café neben dem anderen die Menschen bei Sonnenschein auf die Straße lockt. Meine Hausarbeit - endlich in der Endphase - hält mich noch ein wenig zurück und hier zuhause, aber spätestens nächste Woche werde ich dann mal so richtig ausschwärmen in die verschiedenen Winkel dieser Stadt.

Sonntag war toll, Europas 50ster! Sabrina und ich sind schon gegen Mittag in Richtung Brandenburger Tor gestartet und dort in der Sonne rund um Reichstag und Kanzleramt auch den Rest des Tages geblieben. Durch die Menschenmenge bahnten wir uns unseren Weg entlang der Zelte der EU-Mitgliedsstaaten, probierten irischen Whiskey und griechisches Essen, belgisches Bier und tschechische Leckereien. Auf der Bühne am Brandenburger Tor gab's Livemusik, beispielsweise Joe Cocker und Babylon Circus, und später am Abend ein fantastisches Feuerwerk. Atemberaubend.

Am Montag startet mein Praktikum. Ich bin gespannt, was mich erwartet ...

Übrigens, auf http://picasaweb.google.co.uk/christoph.truebenbach (siehe auch Link rechts) lade ich ab und zu einige meiner Fotos hoch. Wer mag, einfach reinschauen.

Christoph

Kanzleramt



Sowjetisches Ehrenmal



Sabrina et moi

March 19, 2007

Leaving again



La Rochelle
-
port and ancient port, my host parents' wine cellar





I'm busy packing again. Tomorrow morning, my brother and I are loading the car and driving all the way up to Berlin. I've been a pleasant time at home, yet now it's time for a change of scenery.

The capital is supposed to be my new home, and I can't wait settling in, exploring its neighbourhoods and finally getting to know the city. After all, it has been years since I last spent a couple of days there, not remembering that much.

After my arrival, I will have another 10 days before my internship in the Foreign Office starts on April 2nd. I look forward to this new challenge of which I expect to gain insight into a possible future occupational field, or one that at least fascinates me at the moment.

It goes without saying that guests are more than welcome any time between early April and late June! Perhaps even later than that, that is, if I manage to find some reason to extend my stay beyond that date. In any event, here's how you can get a hold of me from tomorrow night on:


Christoph Trübenbach
Grellstr. 14
10409 Berlin


Plus e-mail, cell phone, Skype or ICQ, needless to say. So go give me a call and drop by! I'd be most delighted.


Chris


P.S.: Last week, I received a kind letter from the DAAD (Deutscher Akademischer Austausch Dienst), saying that I was granted a scholarship for my studies at Trinity College Dublin. So, to all those of you who won't make it to Berlin: Drop by in Dublin sometime between October 2007 and June 2008!




La Rochelle Aquarium



Thalys train to Brussels

March 01, 2007

Le dernier jour

Au Vieux Port


Vom Wetter wollte ich Euch erzählen, und von dem Gedicht, das ich einer Equadorianerin gewidmet habe. Wie viel doch seitdem geschehen ist ...

An diesem letzten Schultag sitze ich nun hier im verlassenen Klassenzimmer, um Euch noch einige Zeilen zu schreiben. Vor zwei Stunden habe ich mich herzlich von Florence verabschiedet, meiner Lehrerin in den drei Wochen. Anschließend ein letztes gemeinsames Mittagessen in der Caféteria. In der Zwischenzeit ist es ruhig geworden im Schulgebäude. Die ersten sind schon abgereist, andere nehmen morgen den TGV oder das Flugzeug, wieder andere, insbesondere die Latinos, bleiben noch einige Wochen oder sogar Monate.

Nicht einmal den Regen höre ich mehr. Die dicken Tropfen von heute Morgen sind in ein Nieseln übergegangen. Das Wetter an der Atlantikküste spielt schon allzu oft verrückt. Ich sehne mich nach etwas Berechenbarkeit. Sonne, Schauer, Wind, Sturm, Regen von allen Seiten, dicke Tropfen, Sprühregen, Nieseln, kaputte Regenschirme ... Ihr wundert Euch vielleicht, beschäftige ich mich doch sonst nicht derart mit dem Wetter, doch ist eben dieses hier ständig Thema, war doch unser einziges Fortbewegungsmittel das Fahrrad - abgesehen von gelegentlichem Ausweichen auf die wenigen Busse, die am Place de Verdun zusammenlaufen. Umso mehr haben wir die zweite Woche genossen, in der doch die Sonne jeden Tag für einige Stunden ihren Platz am Himmel behauptete und uns manch Nachmittag in den unzähligen Cafés und Restaurants am alten Hafen verbringen ließ.

In die zweite Woche fiel auch mein 2-Tage-Intermezzo beim DAAD in Bonn. Jeweils 10 Stunden hin und zurück für 20 Minuten Interview sind zwar anstrengend, doch wollte ich mir die Chance auf eine Förderung nicht entgehen lassen. Es fällt mir schwer, abzuschätzen, wie es gelaufen ist. Zumal ich nicht weiß, wie die anderen Kandidaten abgeschnitten haben, wieviele Bewerber sich überhaupt auf welche Anzahl freier Plätze beworben haben. Nach dem Interview blieb ein gutes Gefühl zurück, in zwei bis drei Wochen werde ich wissen, ob sich der Trip gelohnt hat. Was das Wetter - schon wieder - anbelangt, haben mich diese drei Wochen mit Sicherheit gut auf ein Jahr in Dublin vorbereitet.

Ereignisreich und schön war's. Im Augenblick fällt es mir schwer, zurückzublicken oder eine Bilanz zu ziehen. Bisher fehlte mir zum Nachdenken einfach die Zeit. Schließlich treffe ich mich heute Abend nochmal mit den anderen. Ein letztes Mal werden wir mit hochgekrempelten Krägen unter der großen Turmuhr warten, bis alle eingetroffen sind, unsere Räder anketten und losziehen in einen Pub oder eine Bar. Und später in der Nacht nach Hause radeln, mit etwas Glück nicht in strömendem Regen. Morgen früh werde ich packen, mich von meinen Gasteltern verabschieden und am Nachmittag in den TGV steigen.

Drei Wochen waren kurz, gerade im Vergleich mit denen, die bis zu einem halben Jahr in ihren Gastfamilen leben und Tag für Tag in Eurocentres ihr Französisch trainieren. Doch habe ich mich auch in dieser kurzen Zeit in dieser hübschen kleinen Stadt sehr wohl gefühlt, unterstützt durch die fantastische Beziehung zu meinen Gasteltern und den Internationals in der Schule. Ich füge unten noch einige Impressionen bei und erzähle zu Hause gerne mehr.

Übrigens, was die Equadorianerin betrifft, ist es bei dem Gedicht geblieben. Wirklich fehlen wird mir jedoch Yuanju, eine Taiwanesin, die morgen für zwei Monate nach Paris aufbricht. Doch wer weiß, vielleicht besucht sie mich im Mai ein, zwei Wochen in Berlin ...

Ab Sonntag bin ich zuhause, am 20. März ziehe ich nach Berlin. Wäre schön, den einen oder die andere vorher nochmal zu sehen ...

Bisous.

Le matin

Aquarium

Les autres

Isabella et moi