… bedeutet auf Thai soviel wie „Danke“ und ist wahrscheinlich die Redewendung, die ich an den letzten beiden Tagen am haeufigsten verwendet habe. Und tatsaechlich, das ueberrascht freundliche Laecheln, das man erntet, deutet an, dass sich die Thai sehr darueber freuen, wenn man bemueht ist, zumindest einige Woerter der Sprache zu lernen.
Dazu hatte ich inzwischen zwei Tage Zeit, seit ich am Donnerstagabend (Ortszeit) nach leicht turbulenten, aber sonst ganz angenehmen Fluegen in der thailaendischen Metropole landete und muede aber gespannt in den Bus in Richtung Innenstadt stieg.
Untergekommen bin ich in einem Gaestehaus unweit der beruechtigten Khao San Road, mitten im Zentrum, von wo aus sich vieles prima zu Fuss erkunden laesst. Das sehen die unzaehligen TukTuk-Fahrer natuerlich anders, die den noch etwas
naiven Neuankoemmling von enormen Entfernungen und den damit verbundenen Strapazen zu ueberzeugen suchen. Und entscheidet sich Letzterer tatsaechlich fuer die abenteuerliche Fahrt durch Smog und Mittagshitze, findet er sich zum „Zwischenstopp“ nicht selten in einer Schneiderei wieder, wo er sich, so er denn moechte, einen Anzug naehen lassen kann, waehrend der Fahrer draussen einen Discount auf seine naechste Tankfuellung erhaelt. Am Ende ist das alles aber halb so schlimm, denn mehr als 10 Baht (ca. 22 Cent) kostet eine solche Fahrt nur selten. Kurzum, gelernt habe ich selbt als erprobter Reisefuehrer einiges an diesen ersten beiden Tagen, an denen ich mich akklimatisiert und erste Erkundungstouren unternommen habe.
Stichwort Erkundungstouren: Schon nach zwei Tagen kann ich all jene sehr gut verstehen, die mich vor der Reise davor warnten, dass „man irgendwann genug hat von Tempeln“. So weit bin ich zwar noch nicht, aber ich habe laengst aufgehoert die Buddhas zu zaehlen, die ich gestern und heute bestaunt habe. Sei es beispielsweise im weltbekannten Wat Phra Keo, der direkt an den Koenigspalast anschliesst, im Wat Pho, wo Touristen wie Pilger rings um den riesigen schlafenden Buddha klimpernd Muenzen in die dafuer vorgesehenen Behaelter werfen oder im Wat Arun, dem Tempel der Morgenroete, von dessen hoechstem Prang man nach kurzem, muehsamen Klettern eine gute Aussicht ueber den Fluss und die Stadt geniesst.
Als ich dort einer ziemlich schraeg klingenden Fidelmusik folgte, stiess ich auf eine Gruppe junger Maedchen, die fleissig mit Ueben beschaeftigt waren, schliesslich aber doch neugierig wurden, wer ihnen da zuhoerte und mir schliesslich begeistert zu Hilfe kamen, als ich selbst noch etwas unbeholfene Versuche mit dem Instrument unternahm.
Was ich gestern und heute sonst noch erlebt habe? Zum Beispiel eine Rundfahrt durch die Klongs (Kanaele), zusammen im Boot mit einer thailaendischen Familie, die mich grosszuegig an ihren mitgebrachten Obst- und Getraenkevorraeten teilhaben liess. Die Fahrt zeigte mir die krassen Gegensaetze, fuer die Bangkok bekannt ist. Denn nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt leben die Menschen in baufaelligen Huetten direkt am Wasser, angewiesen oftmals auf Pendlerboote, die sie morgens in die Stadt und am Abend wieder nach Hause bringen. Gestern Abend testete ich erstmals das thailaendische Bier und holte mir dabei ob der Hitze nicht nur einen roten Kopf, sondern wertvolle Tipps von Petra und Philip – sie Deutsche, er Englaender – die seit Monaten in der Region unterwegs waren und am Ende ihrer Reise stehen.
Gerade als Neuling in Suedostasien sind die Bilder, Eindruecke, Geraeusche oder Gerueche, auf die ich bald an jeder Ecke treffe, natuerlich ueberwaeltigend. Allein die Garkuechen am Strassenrand bieten eine optische und kulinarische Vielfalt, die ihresgleichen sucht und mir die Qual der Wahl laesst. Das Essen, soviel steht jetzt schon fest, wird ein Highlight dieser Reise, selbst wenn ich die gegrillten Heuschrecken noch gar nicht probiert habe.
Auch politisch war heute einiges geboten: Auf dem Sanam Luang direkt im Stadtzentrum fand eine Demonstration der “Roten” statt, Anhaenger des ehemaligen Praesidenten. Sicher erinnert ihr euch an die erbitterten (und teilweise blutigen) Auseinandersetzungen, die Thailand vor nicht allzu langer Zeit erschuetterten. Das Polizeiaufgebot war auch heute massiv, aber wirklich gefaehrlich schien die Lage nicht zu sein. Gerade als ich mich unter die singende Menschenmenge gemischt hatte, passierte es: Die dunklen Wolken, die schon einige Stunden am Himmel gedroht hatten, brachen auf und es goss innerhalb von Sekunden wie aus Eimern. So etwas habe ich, ohne Uebertreibung, noch nie erlebt. Schnell packte ich die Kamera ein und tat es den Thais um mich herum gleich, die sich unter das naechstgelegene Zelt fluechteten. Dort standen wir dicht gedraengt, warteten, und ich erzaehlte einmal mehr, dass ich aus Germany sei, woraufhin mein Gespraechspartner einmal mehr die Faehigkeiten der deutschen Fussballer lobte.
Fazit: Ich fuehle mich bisher sehr wohl und blicke mit grosser Vorfreude auf die vor mir liegenden Wochen. Soviel zu meinen ersten Eindruecken aus Bangkok, dem ersten (und in knapp sieben Wochen auch letzten) Stop meiner Tour. Morgen Nacht fahre ich weiter in Richtung Norden. Zunaechst nach Sukhothai, wo ich zwei Tage verweilen, die historischen Wurzeln des Landes erkunden und nach dem Trubel der Stadt entspannen will, spaeter weiter noerdlich nach Chang Mai, das als Ausgangspunkt einer dreitaegigen Trekking-Tour dienen wird. Ein erstes Fotoalbum steht online: http://picasaweb.google.com/christoph.truebenbach/Bangkok
Laa gon (tschuess)!
Dazu hatte ich inzwischen zwei Tage Zeit, seit ich am Donnerstagabend (Ortszeit) nach leicht turbulenten, aber sonst ganz angenehmen Fluegen in der thailaendischen Metropole landete und muede aber gespannt in den Bus in Richtung Innenstadt stieg.
Fazit: Ich fuehle mich bisher sehr wohl und blicke mit grosser Vorfreude auf die vor mir liegenden Wochen. Soviel zu meinen ersten Eindruecken aus Bangkok, dem ersten (und in knapp sieben Wochen auch letzten) Stop meiner Tour. Morgen Nacht fahre ich weiter in Richtung Norden. Zunaechst nach Sukhothai, wo ich zwei Tage verweilen, die historischen Wurzeln des Landes erkunden und nach dem Trubel der Stadt entspannen will, spaeter weiter noerdlich nach Chang Mai, das als Ausgangspunkt einer dreitaegigen Trekking-Tour dienen wird. Ein erstes Fotoalbum steht online: http://picasaweb.google.com/christoph.truebenbach/Bangkok
Laa gon (tschuess)!
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