
... bin ich zurück in Kanada. Heute Abend bin ich in Montreal angekommen, der letzten Station meiner Reise, wo ich mich zum Abschluss in einem schönen Hotelzimmer mit Blick über die Stadt einquartiert habe (Foto links). Nach Sightseeing war mir nicht mehr zumute, auch weil ich nach dem Abend gestern noch etwas müde bin. Was war passiert? Nach einem leckeren vegetarischen Abendessen war ich in Burlington, Vermont, in einer Bar versunken, hatte der Band gelauscht (Foto rechts), ein gutes Gespräch mit dem Barkeeper geführt und einige Pints des lokal gebrauten "Switchbacks" bestellt. Mit vier anderen Gästen wechselte ich irgendwann in eine Mojito-Bar, und so nahm der Abend seinen Lauf.


Ansonsten war ich gestern und heute nicht besonders aktiv, was nicht bedeutet, dass ich nicht trotzdem zwei schöne letzte Tage "on the road" erlebt hätte. Wie schon in meinem letzten Eintrag erwähnt, besuchte ich gestern Vormittag eine Farm, die auf Cheddar Cheese und Maple Syrup spezialisiert ist (einige von euch dürfen sich schon auf die kulinarischen Mitbringsel auf dem Foto links freuen). Anschließend fuhr ich kreuz und quer durch Vermont bis nach Burlington, wobei ich unterwegs zwei einsame Hochland-Highways wählte, die mir der Lonely Planet empfohlen hatte. Wie schon so oft in den letzten Tagen war ich in solch abgelegenen Gegenden praktisch alleine auf der Straße, und immer wieder hielt ich am Straßenrand, wenn sich ein besonderes Panorama bot (Foto rechts). Nach dem bereits geschilderten Abend in der Innenstadt von Burlington verbrachte ich die Nacht in einem heruntergekommenen (aber für New England unschlagbar billigen) Motel. Hier die
Route am Mittwoch.
Burlington zählt nur gut 30.000 Einwohner, ist aber trotzdem die größte Stadt in diesem eher dünn besiedelten Bundesstaat Vermont. Ihr alternatives Flair und pulsierendes Nachtleben verdankt sie der Tatsache, dass knapp die Hälfte der Einwohner Studenten sind. Verblüfft entdeckte ich gestern Abend dann auch den lokalen Ableger der "Occupy Wall Street"-Bewegung, bestehend aus rund 50 Zelten auf einem zentralen Platz in der Innenstadt (Foto links). Um die Stadt besser kennen zu lernen, fehlte mir am Ende aber die Zeit, da mir heute vor der Abfahrt nach Montreal nur ein kurzer Stadtbummel vergönnt war. Den Rest des Nachmittags verbrachte ich dann auch auf einem (landschaftlich unspektakulären) Highway in Richtung Kanada und passierte irgendwann die Grenze, die so wenig frequentiert war, dass nur ein einziger Polizist zu sehen war, der sich sogar Zeit für einen kurzen Plausch nahm.
Heute Abend halten mich meine Müdigkeit und der Nieselregen draußen davon ab, noch mal auszugehen, zumal ich morgen und übermorgen so viel wie möglich von dieser Stadt sehen will, ehe ich am Samstagnachmittag zum Flughafen aufbrechen muss. Vor meiner Rückkehr nach Deutschland werde ich noch mal ausführlicher bloggen und ein Fazit dieser Reise ziehen; für heute will ich es dabei bewenden lassen und schicke euch abschließend noch Links zu den
Fotos aus Vermont und meiner
Route am Donnerstag.
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